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PROTOKOLL der Generalversammlung des
CLUB PANNONIA
am 4. Dezember 2018 mit Neuwahl des Präsidenten

Die für 17:30 Uhr angekündigte Generalversammlung wurde nach der vorgeschriebenen Wartezeit um 18:00 Uhr eröffnet. Frau Präsidentin Marika RADDA stellte die Beschlussfähigkeit fest.

Sie begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und freute sich über die hohe Teilnehmerzahl (38), die diesmal wesentlich höher lag als in den Jahren zuvor. Zwei neue Mitglieder wurden namentlich begrüßt: Frau Ida BRANDT und Herr Thomas MADER.

Mit großer Freude hieß sie den ehemaligen Präsidenten der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Univ.-Prof.Dr.Szilveszter E. VIZI, der in seiner Funktion als Präsident der Freunde Ungarns Stiftung uns die Ehre ist an unserer Generalversammlung teilzunehmen. Prof. Sz.E. VIZI ist Inhaber zahlreicher großer Auszeichnungen und Ehrungen für seine Tätigkeit als - ich darf sagen - als weltbekannter Hirnforscher, Herausgeber unzähliger Publikationen sowie Gastprofessor an einigen weltbekannten Universitäten.

Sie erinnerte nochmals kurz an die Veranstaltungen im Jahr 2018:

13. Febr.fand bereits zum 5. mal die DONAU GALA statt, ein literarisch-musikalischer Abend im Palais Eschenbach wieder mit über 200 Gästen. Diesmal wurden alle 4 Visegrád-Staaten dazu eingeladen und wir dürfen stolz darauf sein, daß auch alle 4 Botschafter und Kulturinstitute gekommen sind jeweils ein Musiker/in bzw. Sänger/in aus ihrem Land vermittelt und auch finanziert wurden. Es ist vorgesehen, diese jährliche DONAU GALA - wenn möglich - auch weiterhin gemeinsam mit den Visegrád-Staaten durchzuführen. Der Termin für die nächste DONAU GALA ist der 19. Februar.
10. April:konnten wir Ihnen im Collegium Hungaricum die Nobelpreisträger Ungarns vorstellen, wozu wir einen sehr kompetenten Referenten, Univ.-Prof. Dr. Tibor FRANK von der Eötvös Lóránd Universtät in Budapest uns einen sehr umfangreichen Vortrag gehalten hat.
26. April:wurde der Chefökonom der Ungarischen Nationalbank, Dr. Dániel PALOTAI eingeladen. Er hat als Titel seines Vortrages “Vom Krisenmanagement zum Wirtschaftswachstum - Fallstudie Ungarn” gewählt und deutlich aufgezeigt, daß die ungarische Wirtschaft heute sehr erfolgreich ist. Nicht umsonst haben sich neben einigen großen Unternehmen auch die Autobauer AUDI, Suzuki, Mercedes und jetzt auch BMW in Ungarn erfolgreich niedergelassen.
20. Juni:wurde hier in diesen Räumen die ungarische Stadt SZOLNOK, Hauptstadt des Theiß-Flusses, präsentiert, wohin uns im nächsten Jahr eine 3-tägige Reise führen wird.
19.-21. Aug.fand unsere diesjährige 3-tg. historische Reise nach Székesfehérvár statt. Bei der Hinreise sind wir zuerst in Budapest zum Mittagessen eingekehrt, haben bei sehr schönem Wetter einen kurzen Spaziergang auf die Citadellegemacht und sind in die historische Krönungsstadt Székesfehérvár weitergefahren. Gleich am ersten Abend konnten wir an der Freilichtaufführung der Krönungsspiele teilnehmen.
Am 2. Tag konnten wir ebenfalls bei schönem Wetter wir mit der Kleinbahn zur bekannten Bory-Burg fahren, um das Werk von Jenö BORY zu bewundern, die er gemeinsam mit seinen Architekturstudenten in fast 40-jähriger eigenhändiger Arbeit für seine Gattin gebaut hat. Am selben Abend spazierten wir zum großen Feuerwek bei den in der Nähe liegenden Seen.
Am 3. und letzten Tag unseres historischen Ausfluges machten wir in Budapest Halt, wo jeder Gelegenheit hatte, in der bekannten denkmalgeschützten Markthalle einzukaufen. Pünktlich nach Plan kamen wir am Abend in Wien an.
12. Sept.hat uns im schönen Marmorsaal der Ungarischen Botschaft Erzherzog Michael von HABSBURG- LOTHRINGEN als Präsident der Kardinal Mindszenty-Stiftung in Budapest, vor knapp 200 Gästen, über den Stand der Seligprechung von Kardinal József Mindszenty berichtet. Wir erfuhren u.a. einige Details über die lange und mühsame Prozedur der damit verbundenen Vorarbeiten, und wie sich anschließend herausgestellt hat – die für viele Gäste unbekannt waren. Die Stiftung ist voller Hoffnung, daß die Seligsprechung im Jahr 2020 - aus Anlaß des International Eucharistischen Kongresses in Budapest - die Seligsprechung verkündet kann.
9. Okt.:fand unsere diesjährige Podiumsdiskussion mit dem Titel “Kultur und Militär -100 Jahre Eigenstaatlichkeit” im Collegium Hungaricum statt. Zu Beginn haben sich einige Gäste nicht viel unter diesem Titel vorstellen können, aber nach den einzelnen Beiträgen der namhaften Referenten auch aus Ungarn, entstand eine rege Diskussion.
10. Nov.fand der 5. Wiener Ungarnball mit knapp 200 Gästen statt, der heuer wieder im ARCOTEL WIMBERGER abgehalten wurde. Zu unserer großen Freude nahmen u.a. der neue Botschafter von Ungarn, S.E. Dr. Andor NAGY mit seiner Gattin, der ehemalige Staatspräsident Ungarns, Pál SCHMITT mit seiner Gattin, der ehemalige Außenminister Ungarns, Dr. János MARTONYI ebenfalls mit seiner Gattin, der vormalige Vizepräsident der Ungarischen Nationalbank Dr. György SZAPÁRY und der Direktor des Collegium Hungaricum, Mag. Anzelm BÁRÁNY, als Ehrengäste daran teil.
Mitgewirkt hat heuer zum zweitenmal die ungarische LAJTA-Volkstanzgruppe aus Mosonmagyaróvár unter der Leitung von József Palenik. Unter der bewährten Anleitung von Balázs EKKER und seiner Gattin Alice konnten junge und junggebliebene Gäste an einer besonders unterhaltsamen Tanz-Animation mit Siegerehrung teilnehmen. Der Termin für den nächsten Wiener Ungarnball steht auch bereits fest. Es ist der 5. Oktober 2019.

Es folgte der Bericht der Finanzreferentin Frau Evelyn SCHEIDL über das Jahr 2017. Sie berichtete über die Ein- und Ausgabenzahlen des Clubs und stellte fest, daß unser gemeinnütziger Verein außer einer kleinen Unterstützung seitens der Kulturabteilung der Stadt Wien, eine größere private Spende eines Mitgliedes für unsere Jubiläumsausgabe, fallweise kleinere Spenden und den Mitgliedsbeiträgen das Jahr ausgeglichen abgeschlossen werden konnte. Die beiden Rechnungsprüfer, Franz STEIP und Mag. Gábor SZABADOS stellten fest, daß die buchhalterische Tätigkeit korrekt, präzise und durchaus übersichtlich geführt wurde. Sie bedankten sich für die gute Arbeit der Finanzreferentin und stellten den Antrag, den Vorstand zu entlasten. Dies wurde von der Generalversamamlung einstimmig angenommen.

Der Schriftführer des Vereins Stefan RADDA übernahm die Moderation und es wurde der Rücktritt der Präsidentin Marika RADDA angekündigt. Nach einer emotional bedingten kurzen Pause erklärte sie ihre privat bedingte Entscheidung zum Rücktritt. Sie versicherte die Unterstützung in der nächsten Zukunft und teilte mit, daß sie sowohl die erfolgreiche DONAU GALA und den bereits zur Tradition gewordenen erfolgreichen WIENER UNGARNBALL auch weiterhin organisieren wird. Die Generalversammlung nahm die Entscheidung ihres Rücktritts mit großem Bedauern zur Kenntnis.

Das Wahlkomitee, bestehend aus Mag. Gábor SZABADOS, Herrn Franz STEIP und dem Schriftführer des Vereins Stefan RADDA, machte den Vorschlag, Herrn Zoltán NAGY zum Präsidenten und Frau Anita GOSZTOLA zur stv. Präsidentin (beide bisherige Vorstandsmitglieder) zu wählen. Den Statuten entsprechend und auf Vorschlag von Herrn Dr. Rudolf GÜRTLER wurde die Wahl per Handzeichen durchgeführt. Der Vorschlag wurde einstimmig beschlossen und beide nahmen die Wahl an.

Stefan RADDA, als Vorstandsmitglied, präsentierte die Veranstaltungspläne für das Jahr 2019:

19. Febr.:
April:
Juni:
5. Okt.:
Nov.:
Dez.:
DONAU GALA im Palais Eschenbach
Präsentation der Stadt KECSKEMÉT in Südungarn (mit Besichtigung des Mercedes-Werks)
3-tägige Reise nach SZOLNOK, in die Hauptstadt der Theiss
6. WIENER UNGARNBALL im Arcotel Wimberger
Vortrag (Thema wird rechtzeitig bekanntgegeben!)
Generalversammlung

Der neugewählte Präsident Zoltán NAGY teilte den Beschluss des Vorstandes mit, Frau Marika RADDA aufgrund ihrer beispiellosen und erfolgreichen Arbeit für den Club zur Ehrenpräsidentin zu wählen. Daraufhin meldete sich Dr. Rudolf GÜRTLER zu Wort und erwähnte mit bewegten Worten, daß die scheidende Präsidentin bei der Übernahme der Führung den Club mit viel Energie und interessanten Ideen zu neuem Leben erweckte, wie z.Bsp. die Einführung der Donau Gala, die kulturrellen Podiumsdiskussionen, die Buchpräsentationen, die Städtepräsentationen und die damit verbundenen 3-tg. Städtereisen sowie den Wiener Ungarnball. All diese Veranstaltungen dienten zur erfolgreichen Pflege der österreichisch-ungarischen Kontakte. Sie war einfach die Seele des Club Pannonia! Er schlug vor, Frau Marika RADDA per Akklamation zur Ehrenpräsidentin zu wählen. Es folgte eine mit Standing Ovation begleitete, lang anhaltende, rührende und begeisternde Zustimmung. Nach dem Applaus sagte sie „ich nehme die Wahl gerne an“. György REHA, langjähriges Mitglied, würdigte ebenfalls die Tätigkeit von Marika Radda und betonte, daß die von ihr organisierten Konzerte, Städtereisen und durch ihren ausgessprochen freundlichen Umgang und mit der Öffnung zu österreichischen Freunden etwas Bleibendes schaffte und für eine „kluge Übergabe“ an eine jüngere Generation sorgte.

Der neugewählte Präsident Zoltán NAGY und die stv. Präsidentin Frau Anita GOSZTOLA, bedankten sich für das große Vertrauen und versprachen, den Club im bisherigen Sinne weiterzuführen und überreichten der scheidenden Präsidentin einen Blumenstrauß und Geschenke.

Damit wurde die ordentliche Generalversammlung beendet und Herr Stefan RADDA bat den Ehrengast, den Präsident der Friends of Hungary Stiftung, Dr. Szilveszter E. VIZI um seinen Vortrag. Zuerst bedankte sich

Prof. Szilveszter E. VIZI bei der neugewählten Ehrenpräsidentin für ihre jahrelange sehr erfolgreiche Tätigkeit, wofür sie im Mai dieses Jahres als Auszeichnung den Preis der Stiftung „Ungarns Freunde“ erhielt. Er stellte die Stiftung vor und zählte namentlich die Gründungsmitglieder auf. Seine Idee war es, durch die Gründung der Stiftung zunächst, in der Diaspora wirkenden weltberühmten Wissenschaftler, Künstler und erfolgreiche Unternehmer miteinander persönlich zusammenzuführen. Der Kreis der Persönlichkeiten wurde bzw. ständig erweitert und regelmäßig zu einer hochrangigen Konferenz eingeladen.

Nach dem großen Applaus für den Vortrag trat die junge, bekannte Opernsängerin Lilla GALAMBOS auf die Bühne und sang - der Adventtzeit entsprechend - das Lied „Ave Maria“ von Gounod, was vom Publikum mit großem Applaus belohnt wurde.

Es folgte die Einladung zu einem Weihnachtsbuffet mit Glühwein und von einigen weiblichen Mitgliedern selbstgebackenen köstlichen Weihnachtsbäckereien. Bald entwickelte sich spontan mit Unterstützung der Opernsängerin Lilla GALAMBOS und ihrer Klavierbegleitung Wolfgang FISCHER sowie Ferenc STEIP mit seiner Ziehharmonika ein stimmungsvoller Adventabend mit bekannten ungarischen und auch heimischen Weihnachtsliedern, wobei fleißíg mitgesungen wurde.

Es war eine außergewöhnliche und emotionsgeladene Generalversammlung mit Übergabe des Präsidenten-Amtes.

Schriftführer: Stefan RADDA

Wien, 8. Dezember 2018

 

FOTOS von Tina PUMMER

 

FOTOS von Csilla FAZEKAS