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Bericht über die Podiumsdiskussion
„Kultur und Militär – 100 Jahre Eigenstaatlichkeit“

Der Club Pannonia organisierte am Dienstag, 9. Oktober im Collegium Hungaricum in Wien eine interessante Podiumsdiskussion mit dem Titel „Kultur und Militär – 100 Jahre Eigenstaatlichkeit“. Das Hauptthema war das Überleben der gemeinsamen Armee, der militärischen Traditionen und des kulturellen Erbes der österreichisch-ungarischen Monarchie nach dem Zerfall der Staatsunion.

Die Teilnehmer wurden zuerst vom Direktor des Collegium Hungaricum in Wien, Mag. Anzelm BÁRÁNY, begrüßt, dann gab er das Wort der Präsidentin des Club Pannonia, Marika Radda, die sich freute, die Gäste zu begrüßen.

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren Dr. Kálmán Árpád KOVÁCS, wissenschaftlicher Mitarbeiter des VERITAS Instituts für Geschichtsforschung in Budapest, Hofrat Dr. M. Christian ORTNER, Direktor des Heeresgeschichtliches Museums in Wien, Dr. Iván BERTÉNYI, Historiker, stellvertretender Direktor des Collegium Hungaricum in Wien und Direktor des Instituts für Ungarische Geschichtsforschung in Wien und Mag. Rafal SOBCZAK, 1. Botschaftsrat und Leiter des Polnischen Instituts in Wien. Dr. Michael MACEK, Musikmanager, ehemaliger Leiter des Konzertreferates der Salzburger Festspiele, künstlerischer Betriebsdirektor des Brucknerhaus Linz und wissenschaftlicher Mitarbeiter des MAK moderierte die Diskussion, in welcher drei Hauptthemen behandelt wurden.

Zuerst ging es um die kaiserlich-königliche Armee (k.u.k. Armee), die zusammen mit dem gemeinsamen Kriegsministerium während der Monarchie unter dem Befehl des Monarchen stand. Die Hauptfrage war, was bleibt für die Nachwelt aus den Monarchie-Zeiten für die gemeinsamen Streitkräfte der beiden Nationen. Neben der Ludovika-Akademie, in deren Hauptgebäude sich heute die Nationale Universität für den öffentlichen Dienst befindet, erinnert auch die Kasernen dieser Zeiten. Aber auch die Uniform und die „Honvéd“-Bekleigung wurden erwähnt.

Das zweite Thema war die Militärmusik und ihre Entwicklung. Schon in der Monarchie war die Militärmusik eine der wirkungsvollsten Mittel zur Stärkung der zivil-militärischen Beziehungen. In Polen zum Beispiel gibt es heutzutage eine eigene Kapelle für das Militär, die sogar weltweit berühmt ist.

Das dritte und letzte Thema war die multinationale Zusammenarbeit, die nach der Auflösung der Monarchie eine sehr wichtige Angelegenheit war. Die NATO, die Europäische Union und ihre Zusammenarbeit in Sicherheit und Verteidigung sowie die Zusammenarbeit der Visegrad-Länder (Tschechische Republik, Polen, Ungarn und Slowakei) wurden erwähnt. Nach der gemeinsamen historischen Erfahrung, nach der sowjetischen Besatzung, können diese Staaten schätzen, dass sie jetzt unabhängig und souverän sind, und haben ihre eigene Meinung. Da jedoch ein Land allein zu schwach und klein ist, stimmten die Teilnehmer der Podiumsdiskussion zu, dass militärische Zusammenarbeit immer notwendig sein wird.

Schließlich konnte das Publikum Fragen stellen, danach wurde die Veranstaltung mit einem kleinen Umtrunk beendet.

Bericht von Csilla Fazekas