*Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei einer unserer nächsten Veranstaltungen! Anmeldung unter club-pannonia@aon.at oder Tel. 0676-334 2980*

Bericht über die Veranstaltung
“200 Jahre Wiener Kongress“

Der Club Pannonia veranstaltete anläßlich des 200-Jahr-Jubiläums des Wiener Kongresses gemeinsam mit der Paneuropabewegung Österreich, der Botschaft von Ungarn und der Kulturplattform der Internationalen Donauphilharmonie einen feierlichen Vortragsabend mit musikalischer Untermalung. Das große Interesse spiegelte sich darin, daß der Marmorsaal der Botschaft mit über 200 Sitzplätzen voll ausgebucht war und sogar ein Nebenraum mit Stühlen besetzt werden mußte, wohin der Ton übertragen wurde. Zu Beginn begrüßte S.E. Dr. János PERÉNYI, der Botschafter Ungarns die Gäste und den Festredner des Abends, den Präsidenten der Paneuropabewegung Österreich, Karl von HABSBURG-LOTHRINGEN. Er erwähnte kurz, daß die Wurzel der heutigen sogenannten VISEGRÁD-Gruppe bis in das 14. Jhdt. zurückreicht. Als erster Moderator begrüßte Stefan RADDA im Namen des Club Pannonia, als Vorstandsmitglied mit einem herzlichen “Grüß’ Gott” alle Gäste. Zuerst bedankte er sich beim Botschafter, S.E. Dr. János PERÉNYI für die Möglichkeit, diesen historischen Rückblick im historisch angehauchten schönen Marmorsaal der Botschaft von Ungarn durchführen zu können. Er begrüßte auch den Präsidenten der Paneuropabewegung Österreichs Karl von HABSBURG-LOTHRINGEN und dankte ihm, daß er sich spontan bereit erklärt hat, den Festvortrag mit dem Titel „Der Wiener Kongress und Mitteleuropa“ zu halten. Herr RADDA begrüßte weiters alle Mitglieder und Freunde des Club Pannonia, der Paneuropabewegung sowie des Runden Tisches der ungarischen Organisationen in Österreich. Auch die Präsidentin der Kulturplattform der Internationalen Donauphilharmonie, die für den musikalischen Teil des Abends verantwortlich war, Frau Ágnes KATONA sowie der Direktor des Ungarischen Tourismusamt in Wien, Dipl.oec. Balázs KOVÁCS, wurden herzlich begrüßt. Herr RADDA bemerkte kurz in seiner Begrüßung, daß vor 200 Jahren der “Wiener Kongress” über eine Neuordnung Europas beraten hat, heute hingegen bemüht sich der Europarat der 28 Mitgliedsstaaten darum, eine gesicherte und stabile Ordnung zu schaffen. Es gibt aber auch offene Kritik ausgerechnet an denen, die die europäische Einheit bewahren möchten und bereit sind, die sogenannte Schengengrenze der EU zu schützen. Statt zu kritisieren, sollte man denen jedoch DANKE sagen. Er wünschte allen einen lehrreichen und unterhaltsamen Abend. Anschließend begrüßte Rainhard KLOUCEK, Generalsekretär der Paneuropabewegung Österreich die Gäste und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit sowohl beim Initiator dieser Veranstaltung, dem Club Pannonia als auch der Ungarischen Botschaft. Er machte einen kurzen geschichtlichen Rückblick zum Thema des Abends und skizzierte in diesem Zusammenhang die Ziele der Paneuropabewegung im Allgemeinen. Auf Fragen, die aus der heutigen Situation Europas entstanden sind, sollte man auch - was speziell Mitteleuropa betrifft - Antworten finden. Nach einer erstklassigen musikalischen Darbietung folgte der eigentliche Höhepunkt des Abends, der Vortrag des Präsident der Paneuropabewegung Österreichs, Karl von Habsburg-Lothringen. Durch die kulturellen Werte seiner Rede beschrieb er die politische Situation Europas bzw. der Welt. Er hat die wichtige Rolle des Kaiser Franz I. beim Wiener Kongress 1815 detailliert analylsiert, denn Metternich hätte ohne Wissen und Einverständnis des Kaisers die divergierenden Meinungen der teilnehmenden Könige, Herzoge und des russischen Zars nicht zu Ende führen können. In seinen Ausführungen sagte er auch, daß die Aufteilung Europas in West und Ost nicht richtig und der Ausdruck “Westbalkan” eine irreführende Bezeichnung ist. In der künftigen Entwicklung Europas bekommt nach seiner Meinung die Rolle der VISEGRAD 4 plusz Österreich eine besondere Bedeutung. Auch die einheitliche Kultur und die gemeinsame Geschichte sollten berücksichtigt werden und die kleinste Einheit der Gesellschaft, nämlich die Familie, solle nicht nur bewahrt, sondern gestärkt werden. Er kam kurz auf die aktuelle Migrations- und Einwanderungsproblematik zu sprechen und betonte, daß man aus Sicherheitsgründen bzw. aus dem Aufeinandertreffen der verschiedenen Kulturen evtl. entstehenden Konfliktsituationen man besonders Rücksicht nehmen sollte. Sein inhaltlich bemerkenswerter und rhetorisch hervorragender Vortrag wurde mit großem Applaus belohnt. Nach dem Schlußwort des Botschafters Dr.János PERÉNYI und dem feurigen Monti-Csárdás wurde das Bufet eröffnet. Anschließend hatten die zahlreich erschienenen Gäste die Gelegenheit, üder diesen bemerkenswerten Abend noch zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde von Solisten der Kulturplattform Internationale Donauphilharmonie mit Werken von J. Haydn, V. Monti, A. Dvorak, eindrucksvoll umrahmt, worauf sie mit viel Applaus belohnt wurden.  
Elena DENISOVA Violine (A) Yury REVICH Violine (A) Mirek KRIVANEK Violine (CZ) Michal HUDAK Violine (SK) Gejza JURTH Viola (H) Izabella EGRI Violoncello (H) Veronika TRISKO Klavier(A)
  Die Damen erhielten vom Botschafter Blumensträuße, die Herren eine Flasche Wein als Geschenk.

Schriftführer: Stefan Radda

    EINLADUNG - 200 Jahre Wiener Kongress Einladung - Program